„Kein Wunder, dass deine Geschichte nicht spannend ist. Dein Plot ist schlecht!“ Äh … ja? Aber was ist das eigentlich, ein Plot?

Auch beim Schreiben ist es wie bei jeder anderen Handwerkskunst. Es ist cool, mit Fachworten um sich zu schmeißen. Leider führt das nicht selten zu Missverständnissen, schlimmstenfalls gar zu Frust. Warum sich die Dinge unnötig schwer machen? Schluss mit Mythos! In dieser Artikelserie erkläre ich euch, was dahintersteckt.

Plot = englisch für „Handlung“

Das Wort Plot kommt aus dem Englischen und bedeutet nichts anderes als Handlung. Ein Plot ist also die Handlung deiner Geschichte, man könnte auch sagen, deine Geschichte selbst.

Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, in welcher Form dein Plot niedergeschrieben ist. Die Verwirrung um das Mythoswort wird nicht selten dadurch auf die Spitze getrieben, dass von einem kleinen, einem großen Plot, einem Skizzenplot, einem tabellarischen Plot … gesprochen wird.

All diese Verkomplizierungen sind nichts weiter als das Resultat der unnötigen Verenglischung eines deutschen Wortes: Handlung. Das, was in deiner Geschichte passiert, ist dein Plot. Punkt.

Handlung kommt von handeln

Die Ironie an der Geschichte ist, dass die deutsche Übersetzung von „Plot“ meines Erachtens nach viel besser verdeutlicht, worum es in einer guten Geschichte geht. Denn, Handlung kommt von handeln. Wer meine Blog-Artikel kennt, hat den folgenden Satz mit Sicherheit schon einmal an anderer Stelle gelesen:

Keine Geschichte ist interessant, bevor nicht irgendeine Figur auch etwas Interessantes tut.

Eine Handlung entsteht durch die zahlreichen einzelnen Handlungsschritte, die deine Hauptfigur unternehmen muss, um an ihr Ziel zu gelangen. Im Gegensatz zum wahren Leben beruht eine Handlung immer auf Ursache und Wirkung. Das heißt:

Deine Hauptfigur unternimmt Schritt 1. Schritt 1 führt zu Resultat 1. Resultat 1 bringt deine Hauptfigur ihrem Ziel entweder näher oder es wirft sie zurück. So oder so muss deine Hauptfigur auf Resultat 1 reagieren, wenn sie ihr Ziel erreichen will. Das tut sie mit Schritt 2. Schritt 2 führt zum Resultat 2. Resultat 2 bringt deine Hauptfigur ihrem Ziel entweder näher oder es wirft sie zurück … und so weiter und so weiter.

Am Ende dieser Kausalkette steht das Erreichen des Ziels oder das Scheitern deiner Hauptfigur. Diese gesamte Kausalkette aus einzelnen Handlungen deiner Hauptfigur ist deine Handlung. Und deine Handlung ist dein Plot.

Ist doch gar nicht so mystisch und schwer, oder? 🙂

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