Martin Danesch ist Autor. Als er kein passendes Autorenprogramm für seine Projekte fand, entwickelte er kurzerhand selbst eins: Patchwork.

Das Autorenprogramm Patchwork

Martin, stelle dich doch einmal kurz vor.
Geboren bin ich in Brasilien. Meine Eltern kehrten nach Europa zurück, als ich zwei war. Mit ihrer Rückkehr hängten sie ihre Ursprungsberufe an den Nagel, um Bücher zu schreiben.

Mein Vater fotografierte, meine Mutter schrieb. Zusammen veröffentlichten sie 43 Bücher; meist zum Thema Natur. Damals war mein Verhältnis zur Schriftstellerei ambivalent. Ich studierte zunächst Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie und machte mich später als Organisationsprogrammierer selbstständig. Meine Softwarefirma KEOPS besteht heute noch, dreißig Jahre später.

Programmieren und die damit verbundene Logik sind ein gutes Gegengewicht und eine prima Ergänzung zu meinen anderen Interessen: Menschen und deren Beziehungen; die Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen oder wie das Universum funktioniert.

Martin Danesch

Wie ist deine persönliche Beziehung zum Thema schreiben?
Meine Eltern infizierten mich mit der Schreibleidenschaft. Der Virus ruhte aber bis kurz vor die Jahrtausendwende.

Dann schrieb ich anlässlich meiner ersten Griechenlandreise mit dem Motorrad meinen ersten Roman: eine Liebesgeschichte mit spirituellem Hintergrund. Dieser 600-Seiter wartet allerdings noch auf eine Überarbeitung.

2012 frustrierte mich die ewige Zeit, die von der Exposéannahme bis zum Herauskommen eines Buches vergeht. Also gründete ich den Orange-Cursor-Verlag, um die Verlagsseite live zu erleben und schrieb den Roman Lachsspringen, der 2013 erschien.

Autorenprogramme gibt es viele. Was hat dich dazu bewegt, dir dennoch die Arbeit zu machen, selbst eines zu entwickeln?
Das wollte ich zuerst gar nicht. Ich hatte mich in dieser Sparte umgesehen, wollte nur etwas Ideales zum Schreiben, bei dem alles in einem vorhanden ist. Also zum Schreiben, Recherchieren, Timeline und so weiter. Aber entweder waren die Programme nicht für deutsche Verhältnisse gemacht oder hatten einen Bedienkomfort, der, sagen wir mal, bescheiden war.

Dann war ich bei der Testerriege eines bekannten Programms dabei. Aber meine Ideen waren nicht gefragt – im Gegenteil, man warf mich aus der Gilde der Testanwender und meinte, ich wäre präpotent. Das war der Auslöser. Ich schrieb selbst, kannte mich im Verlagswesen ein wenig aus und programmierte seit dreißig Jahren. Das waren doch ideale Voraussetzungen!

Hätte ich damals allerdings gewusst, auf was ich mich einließ … denn ruck-zuck waren ein paar Leute da, die das Programm auch wollten und schon nahmen die Dinge ihren Lauf.

Warum der Name Patchwork?
Das Schreiben ist nur ein Teil der Arbeit an einem Roman. Da ist das Handwerk, die Recherche, die Notwendigkeit, Zeiten, Erzählstränge und Kontexte im Auge zu behalten, die Planung bezüglich der Schreibzeit und der Geschichte an sich, da tummeln sich Figuren an Schauplätzen und benutzen magische und nicht magische Gegenstände und aus dem allen soll ein Druck, eine PDF-Datei oder ein eBook werden. Ein Roman ist also eine riesiger Teppich aus unterschiedlichsten Mustern, die alle ein unterschiedliches Maß an Zuwendung brauchen. Was liegt da näher als Patchwork?

Seit wann genau arbeitest du an diesem Projekt?
Seit eineinhalb Jahren.

Woher wusstest du, was ein Schriftsteller braucht? Arbeitest du mit Autoren zusammen?
Einerseits habe ich natürlich konkrete Vorstellungen vom eigenen Schreiben her. Aber ich lese viel in sozialen Medien und Schreibratgebern. Auch stehe ich in ständigem Mailkontakt mit Patchwork-Anwendern, anderen Autoren und Lektoren. Da bekommt man mit, wie andere Autoren ticken. Und das kann durchaus recht unterschiedlich sein. Bauchschreiber und Planer sind solche Antipoden.

Feedback ist für mich sehr wichtig. Das Konzept und 80% der Ideen stammen von mir. Aber Anwender brachten und bringen interessante Ideen ein, wie etwa die Requisiten-Timeline und viele weitere Kleinigkeiten.

Das Kreativboard im Autorenprogramm Patchwork

Was kann Patchwork, das andere Autorenprogramme nicht können?
Einzigartig ist das praxisorientierte Konzept zusammen mit der speziellen Ausrichtung auf die deutsche Sprache. Das kann so kein anderes Autorenprogramm. Und letztlich ist der Funktionsumfang an sich unerreicht. Vom Terminplan bis hin zum fertigen eBook kann man alles in einem Programm abwickeln – bei einer einfachen und intuitiven Bedienung.

Was kostet Patchwork?
Seit der Version 1.47 gibt es drei Varianten:

  • Patchwork selbst für 58,- Euro
  • Patchwork mit der Duden-Prüfung für 93,- €
  • Das Duden-Add-on nachträglich für 35,- €

Was möchtest du unseren Lesern noch mit auf den Weg geben?
Vor allem die Freude am Schreiben wünsche ich jedem! Und all jenen, die nicht schreiben, die Freude am Lesen! Den Novizen im Schreibhandwerk wünsche ich eine dicke Haut, um Kritik annehmen zu können, die Einsicht über die Wichtigkeit des Handwerks, die Empathie dem Leser gegenüber und Durchhaltevermögen bis zum zweiten Buch.

Mehr über Patchwork erfährst du auf autorenprogramm.com.
Du möchtest Patchwork kennenlernen? Dann lade dir die kostenlose Testversion herunter!

Allen neugierigen Schreibverrückten unter euch werde ich gemeinsam mit Martin Danesch das Schreiben mit Patchwork in den nächsten Monaten in einer umfassenden Artikelserie vorstellen.